Beratung von Fachkräften

Sie sind eine Fachkraft aus dem Bereich Schule, Kinder- und Jugendhilfe oder einem ähnlichen Berufsfeld, in dem Sie mit jungen Menschen in den Kontakt kommen? Sie haben Veränderungen an Personen aus Ihrem Berufsalltag bemerkt, von denen Sie nicht sicher sind, ob sie Anzeichen für eine Radikalisierung sein könnten? Bestimmte Aussagen oder Handlungen bereiten Ihnen Sorgen?

Wir unterstützen Sie gerne bei der Einschätzung der Situation und beim weiteren Vorgehen. Da es für eine Radikalisierung bei Jugendlichen keine allgemeingültige Checkliste und auch kein für jeden Einzelfall passendes Vorgehen gibt, bieten wir kostenfreie aufsuchende Beratung vor Ort an, d. h. wir können auf Wunsch in Ihre Einrichtung kommen und gemeinsam schauen, was hinter den möglicherweise provokanten, problematischen oder abwertenden Aussagen und Handlungen stecken kann. Da uns bewusst ist, dass vor allem Lehrkräfte nicht über unbegrenzte zeitliche Ressourcen verfügen, bieten wir in Absprache mit Ihnen außerdem an, persönlich mit dem betroffenen Jugendlichen/Schüler*in oder dessen Familie ins Gespräch zu gehen, bei Bedarf auch über einen längeren Zeitraum. Einige Fälle betreuen wir über mehrere Jahre hinweg.

Unser Ziel ist es, Ihnen Unsicherheiten im Umgang zu nehmen und Ihre Handlungsfähigkeit zu stärken. In der Beratung mit Ihnen können wir Sie unterstützen, wie Sie Ihre bereits vorhandene sozialpädagogische Expertise sowie Ihr berufliches Erfahrungswissen nutzen können, um die Beziehung zum Jugendlichen/Schüler*in/Klient*in zu stärken.

Auf Wunsch kann die Beratung anonym erfolgen. Wir leiten die Beratungsanfragen nicht an Sicherheitsbehörden weiter, dies wäre nur bei einer glaubwürdigen Ankündigung einer schweren Gewalttat erforderlich. Im Fokus steht bei uns der pädagogische Umgang mit der Situation.

Was bieten wir in der Beratung an?

  • Einschätzung der Situation

    geht es tatsächlich um einen Radikalisierungsprozess mit einer zugrundeliegenden Ideologie oder handelt es sich eher um bewusste Provokationen des Jugendlichen?

  • Jahrelange Erfahrung

    in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Eltern und Angehörigen

  • Aufsuchende Beratung im Tandem

    Zeit und Ressourcen für die Arbeit mit dem sozialen Umfeld und der Familie

  • Einschätzung von Kindeswohlgefährdung

    durch Insoweit erfahrene Fachkraft (Kinderschutz) nach SGB VIII

  • Beziehungsaufbau zur vermeintlich radikalisierten Person

    durch kultursensibles Arbeiten sowie Wissen zu Religion, Islam und Diskriminierungsformen – mehrere unserer Berater*innen sind selbst muslimischen Glaubens und von Diskriminierung betroffen und werden daher häufig auch als besonders glaubwürdige Identifikationsfiguren von Klient*innen wahrgenommen

  • Unterstützung des Jugendlichen

    Austausch über religiöse Vorstellungen und die eigene Identität, Hilfe beim Umgang mit Mobbing und Diskriminierung, Stärkung des sozialen Umfelds, Begleitung bei der beruflichen Orientierung

  • Verweisberatung, falls PROvention nicht zuständig ist

    wir können an Beratungsstellen in anderen Bundesländern außerhalb von Schleswig-Holstein verweisen oder an Stellen, die sich beispielsweise mit Rechtsextremismus, Gewalt gegen Mädchen und Frauen, sexuellen Übergriffen oder Suchtproblematiken beschäftigen

Um zu schauen, was in Ihrem Fall infrage kommt oder wenn Sie nur eine kurze erste Einschätzung möchten, können Sie uns einfach anrufen:

BeforeAfter